Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 7. September 2026 · Rechtlich bindend ist die deutsche Fassung.
§ 1 Anbieter und Geltungsbereich
Anbieter der Plattform NormProof (normproof.de) ist Sascha Manke, Westerbachstraße 50, 60489 Frankfurt am Main ("Anbieter"). Diese AGB gelten für alle Verträge über die Nutzung der Plattform, den Erwerb von Kurslizenzen und den Firmenzugang. Abweichende Bedingungen des Kunden gelten nur, wenn der Anbieter ihnen ausdrücklich schriftlich zustimmt.
§ 2 Leistungen
NormProof stellt Online-Schulungen zu Normen der schweißtechnischen Fertigung (u. a. DIN 2303) mit Erfolgskontrolle und dokumentiertem Schulungsnachweis bereit, dazu einen digitalen Nachweis-Tresor zur Verwaltung von Qualifikations- und Schulungsdokumenten. Die Schulungen sind betriebliche Unterweisungen mit Lernerfolgskontrolle; sie sind keine staatlich oder durch Zertifizierungsstellen anerkannten Abschlüsse und ersetzen nicht die Verantwortung der schweißtechnischen Aufsicht nach DIN 2303.
Dies gilt für alle Kurse: Die Schulungen ersetzen nicht die betriebliche Unterweisung und nicht die Verantwortung der jeweils zuständigen Aufsicht. Sie vermitteln die allgemeinen Inhalte; was sich auf den einzelnen Betrieb, Arbeitsplatz oder Auftrag bezieht, bleibt Aufgabe des Kunden.
Kurse, die als Beta gekennzeichnet sind, befinden sich in Erprobung. Hinweise auf Fehler werden nach § 2a behandelt.
Optional können sich Betriebe als Auftraggeber und Zulieferer miteinander verknüpfen (Lieferketten-Ansicht). Der verknüpfte Auftraggeber sieht ausschließlich zusammengefasste Kennzahlen zum Schulungs- und Nachweisstand des Zulieferers, keine personenbezogenen Daten und keine Dokumente. Die Verknüpfung setzt die aktive Zustimmung des Zulieferers voraus und ist von beiden Seiten jederzeit ohne Frist widerrufbar. Der Anbieter schuldet keine inhaltliche Prüfung oder Bewertung der so dargestellten Kennzahlen; die Bewertung der Normkonformität obliegt dem Kunden und den zuständigen Stellen.
§ 2a Inhaltliche Aktualität und Fehlerbehebung
Die Kursinhalte werden nach bestem Wissen anhand der zum Zeitpunkt der Erstellung gültigen Normfassung erstellt und regelmäßig auf Änderungen der zugrunde liegenden Normen überprüft. Eine lückenlose, sofortige Anpassung an jede Normänderung kann nicht zugesichert werden. Jeder Schulungsnachweis dokumentiert den zum Bestehenszeitpunkt geltenden Wissensstand (Normfassung); eine spätere Aktualisierung des Kurses ändert bereits ausgestellte Nachweise nicht rückwirkend.
Wird dem Anbieter ein inhaltlicher Fehler in den Kursinhalten mitgeteilt, prüft er diesen unverzüglich. Bestätigt sich der Fehler, korrigiert der Anbieter den Kurs zeitnah. Prüflinge, die den Kurs in der fehlerhaften Fassung abgeschlossen haben, erhalten auf Anfrage kostenfrei einen neuen Testversuch. Weitergehende gesetzliche Ansprüche bleiben im Rahmen von § 9 unberührt.
§ 2b Kostenloser Testzugang
Vor Vertragsschluss kann die Plattform 14 Tage lang kostenlos getestet werden. Der Testzugang umfasst bis zu drei Nutzer und die hierfür freigegebenen Kursinhalte. Er begründet keine Zahlungspflicht, erfordert keine Zahlungsdaten und endet nach Ablauf der 14 Tage automatisch, ohne dass es einer Kündigung bedarf. Eine automatische Verlängerung oder ein automatischer Übergang in ein kostenpflichtiges Vertragsverhältnis findet nicht statt.
Im Testzugang entstehen keine Schulungsnachweise. Was dort angezeigt oder erzeugt wird, ist als Muster oder Demo gekennzeichnet, dokumentiert keine betriebliche Unterweisung und ist kein Nachweis im Sinne des § 2.
Der Testzugang kann in ein kostenpflichtiges Vertragsverhältnis überführt werden. Die Überführung erfolgt durch einen eigenen Vertragsschluss nach § 3; sie tritt nicht von selbst ein.
Wird der Testzugang nicht überführt, wird er nach Ablauf gesperrt; die dort angelegten Daten sind danach nicht mehr zugänglich. Auf Anfrage werden sie gelöscht.
§ 3 Vertragsschluss, Preise, Zahlung
Der Vertrag kommt mit Abschluss des Bestellvorgangs auf der Plattform bzw. mit Freischaltung durch den Anbieter zustande. Das Angebot richtet sich an Unternehmer im Sinne des § 14 BGB. Im Bestellvorgang wird abgefragt, ob der Besteller für eine gewerbliche oder selbständige berufliche Tätigkeit erwirbt; wer dies verneint, schließt über die Plattform keinen Vertrag und erhält einen Kontaktweg. Es gelten die zum Zeitpunkt der Bestellung angezeigten Preise. Preise verstehen sich für Unternehmen zuzüglich, für Verbraucher einschließlich der jeweils gültigen gesetzlichen Umsatzsteuer, wie im Bestellvorgang ausgewiesen. Zahlung erfolgt je nach Angebot per Rechnung oder PayPal. Kurslizenzen werden je Person einmalig berechnet; der Firmenzugang wird jährlich im Voraus berechnet.
Erworbene Kurslizenzen kann der Kunde einem verknüpften Zulieferer unentgeltlich übertragen. Die Übertragung wird erst mit ausdrücklicher Annahme durch den Zulieferer wirksam und ist danach endgültig; eine Rückübertragung oder Erstattung ist ausgeschlossen. Für die Lieferketten-Ansicht ist der erste verknüpfte Zulieferer im Firmenzugang enthalten; jeder weitere wird zum jeweils angezeigten Jahrespreis berechnet.
§ 4 Laufzeit und Kündigung
Der Firmenzugang hat eine Laufzeit von zwölf Monaten und verlängert sich um jeweils zwölf Monate, wenn er nicht mit einer Frist von vier Wochen zum Laufzeitende gekündigt wird. Kurslizenzen sind Einmalkäufe und berechtigen zur Durchführung des jeweiligen Kurses einschließlich Wiederholungen innerhalb des vorgesehenen Schulungsturnus. Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.
§ 5 Nachweis-Aufbewahrung und Datenexport
Schulungsnachweise und im Nachweis-Tresor abgelegte Dokumente werden für die Dauer des bestehenden Vertragsverhältnisses aufbewahrt. Endet der Vertrag, bleiben sie noch zwölf Monate abrufbar, damit der Kunde seine Daten und Nachweise vollständig exportieren kann (gängige Formate, z. B. PDF/CSV); anschließend werden sie gelöscht, soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Schulungsnachweise, die einem Mitarbeiter persönlich zugeordnet sind, bleiben diesem auch bei Ausscheiden aus dem Betrieb zugänglich, solange sein persönliches Konto besteht.
§ 6 Pflichten des Kunden
Der Kunde stellt sicher, dass Zugangsdaten nicht an Dritte weitergegeben werden und dass Schulungen von der Person absolviert werden, auf die der Nachweis ausgestellt wird. Die organisatorische Verantwortung hierfür liegt beim Kunden bzw. dessen Betrieb. Hochgeladene Inhalte dürfen keine Rechte Dritter verletzen.
§ 7 Verfügbarkeit
Der Anbieter erbringt die Leistungen mit einer üblichen Verfügbarkeit von 98 % im Jahresmittel; hiervon ausgenommen sind angekündigte Wartungsfenster und Störungen außerhalb des Einflussbereichs des Anbieters. Die Daten werden auf Servern in Deutschland verarbeitet (Details in der Datenschutzerklärung).
§ 8 Widerrufsrecht für Verbraucher
Das Angebot richtet sich an Unternehmer; Verbraucher schließen über die Plattform keinen Vertrag (§ 3). Kommt gleichwohl ein Vertrag mit einem Verbraucher zustande, steht ihm ein gesetzliches Widerrufsrecht von 14 Tagen zu; der Anbieter informiert ihn in diesem Fall unverzüglich in Textform über sein Widerrufsrecht. Bei Verträgen über digitale Inhalte erlischt das Widerrufsrecht nach § 356 Abs. 6 Nr. 2 BGB, wenn der Anbieter mit der Vertragserfüllung begonnen hat, der Verbraucher zuvor ausdrücklich zugestimmt hat, dass vor Ablauf der Widerrufsfrist begonnen wird, er seine Kenntnis davon bestätigt hat, dass er mit dieser Zustimmung sein Widerrufsrecht verliert, und der Anbieter ihm eine Vertragsbestätigung nach § 312f BGB zur Verfügung gestellt hat. Der Widerruf ist zu richten an: Sascha Manke, Westerbachstraße 50, 60489 Frankfurt am Main, [email protected].
§ 9 Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper und Gesundheit. Bei einfacher Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur für die Verletzung wesentlicher Vertragspflichten (Kardinalpflichten), begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt. Die Plattform dokumentiert Schulungen; die Bewertung der Normkonformität eines Betriebs obliegt den zuständigen Stellen und der schweißtechnischen Aufsicht.
§ 10 Partnerprogramm
Für Vermittler gelten die gesonderten Partnerkonditionen. Vermittlungen werden gegenüber dem geworbenen Kunden offengelegt: Er sieht bei der Anmeldung, wer ihn empfohlen hat und ob dafür eine Provision anfällt. Ob berufliche Pflichten - etwa Unparteilichkeitsanforderungen nach DIN EN ISO/IEC 17020 oder 17021 - einer Vergütung entgegenstehen, prüft der Vermittler eigenverantwortlich; ein dauerhafter Verzicht auf die Provision ist jederzeit möglich.
§ 11 Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand Frankfurt am Main. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.